Rufnummermitnahme – Tipps zur erfolgreichen Rufnummernportierung

Bei Abschluss eines Vertrages mit einem Mobilfunkanbieter bekommt man für sein Handy automatisch eine neue Rufnummer vom Netzbetreiber zugeteilt. Was aber kann man tun, wenn bereits ein Vertrag bei einem anderen Anbieter bestand und die alte Handy-Nummer behalten werden soll? Schließlich ist es mit Kosten und Arbeit verbunden, die neue Nummer überall bekannt zu machen. Kontaktdaten, Visitenkarten, Adresseinträge, all dies muß geändert werden.

Um sich die Umstände zu sparen, gibt es die Möglichkeit einer Rufnummernportierung. Seit 2002 ist es sogar gesetzlich festgelegt, dass Mobilfunkanbieter verpflichtet sind, diesen Service der Nummernmitnahme zu bieten. Dabei bleibt sowohl die eigentliche Rufnummer, als auch die bisherige Netzvorwahl erhalten. Wer diesen Vorteil nutzen möchte, sollte einige Punkte beachten.

Den Anspruch, die alte Rufnummer vorzeitig mitzunehmen, haben Kunden laut Gesetz nur bei einem echten Anbieterwechsel. Dabei ist es entscheidend, dass sich der Vertragspartner ändert. Denn wenn alter und neuer Vertragspartner gleich sind, ist kein tatsächlicher Anbieterwechsel vorhanden. De facto heißt dies: Wer von der Telekom zu Vodafone, von E-Plus zu o2 wechselt, hat kein Problem. Bei einem Wechsel von Base zu Simyo hingegen gibt es keinen Anspruch auf Rufnummermitnahme, da es sich in beiden Fällen um E-Plus als Vertragspartner handelt. mehr dazu im Ratgeber Festnetz und Telefonanbieter.

Bei einer Rufnummernportierung ist es wichtig zu beachten, dass als erste Maßnahme die alten Verträge gekündigt werden. Dabei ist es ratsam, dem bisherigen Anbieter über die Rufnummernmitnahme zu informieren. Im nächsten Schritt sollte nun der neue Anbieter ebenfalls darüber in Kenntnis gesetzt werden. Der neue Netzbetreiber teilt den Termin der Portierung zumeist per SMS mit. Einige der Anbieter bieten Neukunden eine Gutschrift, wenn sie ihre Nummer mitnehmen wollen. Einen solchen Wechselbonus gibt es beispielsweise derzeit bei Simyo oder bei blau.de in Höhe von 25 Euro als Extraguthaben.

Prepaid-Kunden sollten bei einer Rufnummermitnahme unbedingt darauf achten, dass vor dem Wechsel ausreichend Guthaben auf der Karte ist, da der alte Anbieter die Kosten für die Nummernmitnahme davon abbucht. Reicht das Geld nicht, gibt er die Nummer nicht frei. Denn der Anbieter, von dem die Nummer mitgenommen wird, verlangt in der Regel eine Bearbeitungsgebühr, welche meist bei 25 bis 30 Euro liegt. Duch mögliche Bonusangebote der neuen Anbieter können sich diese Kosten aber auch wieder ausgleichen.

Somit steht fest, dass sich die Mitnahme der alten Nummer relativ einfach gestalten kann und dem Kunden Arbeit erspart wird. Als einzig nachteilhafte Seite kann genannt werden, daß der Anrufer anhand der Vorwahl nicht mehr erkennen kann, bei welchem Netzbetreiber sich die Rufnummer befindet. Denn durch die Portierung ist es nun möglich, dass eine Rufnummer mit 0176 beginnend nicht mehr im o2-Netz sondern zum Beispiel im E-Plus-Netz eingebunden ist, was unter Umständen zu erhöhten Kosten führen kann, wenn der Anrufer keine Allroundflatrate besitzt, bei einem Internet und Telefonanschluss ist es ähnlich. Alles in Allem jedoch entwickelt sich dies zu einem eher marginärem Phänomen, da heutzutage die meisten Kunden den Vorteil einer allumfassenden Flatrate nutzen. Die Mitnahme der Nummer bietet zusammenfassend viele Vorteile, durch die angebotenen Bonuszahlungen können letztlich sogar die Wechselkosten kompensiert werden.