Mit der Danksagungskarte in der Hand das Trauergespräch mit Pfarrer oder Trauerredner richtig planen

Nachdem Sie mit einem Bestatter den organisatorischen Rahmen für Trauerfeier und Beisetzung besprochen haben, steht das Gespräch über die inhaltliche Ausgestaltung mit einem Pfarrer oder Trauerredner (eventuell auch der Bestatter selbst) an. Trauerfeier und Beisetzung können in ihrer Gestaltung sehr verschieden sein – abhängig vom kulturellen und religiösen bzw. weltanschaulichen Zusammenhang. Kirchliche Trauerfeiern folgen dem liturgischen Ablauf eines Gottesdienstes der jeweiligen Konfessionen. In der Ansprache/Predigt und in den Gebeten wird der Geistliche nach Wunsch der Angehörigen auf den Verstorbenen eingehen.

Im Vordergrund stehen jedoch die christliche Botschaft und der Glaube an die Auferstehung. Eine so genannte freie Trauerfeier ist frei von liturgischen Vorgaben und bietet mehr Gestaltungsfreiraum. Sie können dabei aber auch christliche oder andere religiöse Grundüberzeugungen zum Ausdruck bringen. Die Individualität des Verstorbenen, sein persönliches Vermächtnis an die Hinterbliebenen, steht jedoch stärker im Mittelpunkt als im christlichen Trauergottesdienst. Und auch die besondere Situation der trauernden Angehörigen, ihr Schmerz und ihre Trostbedürftigkeit können ihren ganz individuellen Ausdruck finden. Sie können darauf vertrauen, dass Pfarrer oder Trauerredner die Regie übernehmen und die Trauergäste sicher durch die Feier leiten.

In der Regel dauern Trauerfeier und Beisetzung jeweils 30 bis 60 Minuten. Im Anschluss der Trauerfeier sollte dann innerhalb ein paar Tage die Danksagungskarten versendet werden, dieses Trauerdruckportal ist ein sehr geeigneter Planungseinstieg.

Ablauf eines Trauergesprächs

Gesprächseröffnung: Eine offene Unterhaltung zu Beginn dient dazu, sich gegenseitig (besser) kennen zu lernen. Der Pfarrer/Trauerredner stellt sich und seine Arbeitsweise vor und lädt Sie ein, über die Ereignisse der letzten Tage zu berichten. So bekommt er einen Einblick in die Umstände des Todes und lernt die sozialen Bezüge genauer kennen (Familie, wichtige Freunde etc.).

Informationen über den Verstorbenen: Im Zentrum des Gesprächs stehen Fragen zum Verstorbenen, seinem Glauben, seinem Lebensweg, seinen Eigenschaften, Stärken und vielleicht auch Schwächen. Der Pfarrer/Trauerredner stellt gezielt Fragen, um das Wesentliche im Leben des Verstorbenen herauszuarbeiten, zum Beispiel:

• Was hat sein Leben geprägt?

• Wie hat er Ihr Leben geprägt und was hat er Ihnen/der Familie/einen Freunden bedeutet?

• Was ist ihm im Leben gelungen? Was ist eventuell unvollendet geblieben?

• Was war sein Lebensmotto?

• Was ist das Wichtigste, was er Ihnen mitgegeben hat/was Sie von ihm gelernt haben?

• Gibt es eine Episode oder Anekdote, die den Verstorbenen charakterisiert?

Absprachen zu Trauerfeier/Beisetzung: Der Pfarrer/Trauerredner bespricht mit Ihnen Ablauf, musikalische Gestaltung, zeitliche Abfolge und die mitwirkenden Personen von Trauerfeier und Beisetzung.

Kosten

Kirchliche Trauerfeier: Die Kosten für Trauergespräch, Gottesdienst und seelsorgerlichen Beistand trägt in der Regel die jeweilige Kirche. Geringe Gebühren, Spenden oder Trinkgelder für Küsterdienste, kirchlichen Bedarf (Kerzen o.ä.), Messdiener, Fahrtkosten etc. sind oft üblich. Sprechen Sie den Pfarrer darauf an.

Freier Trauerredner: Das Honorar freier Trauerredner liegt in der Regel zwischen 200 und 400 Euro. Eventuell entstehen zusätzliche Materialkosten durch bestimmte Gestaltungselemente (Kerzen, Blumen oder ähnliches). Fragen Sie konkret nach den entstehenden Kosten.

Abrechnung über den Bestatter: Häufig legt der Bestatter die Kosten für die kirchliche Trauerfeier oder den Trauerredner für Sie aus. Fragen Sie beim Bestatter nach, wie dies in Ihrem Fall gehandhabt wird.

Vertraulichkeit

Grundsätzlich gilt: Alles, was Sie dem Pfarrer/ Trauerredner berichten, muss vertraulich behandelt werden. Inhalte des Trauergesprächs dürfen nur mit Ihrem Einverständnis in der Traueransprache aufgegriffen werden. Sprechen Sie es offen an, wenn Sie hier besondere Bedenken haben.

Dauer des Trauergesprächs: Zwischen einer und zwei Stunden