Design Thinking | Talk to Me

Dein Beruf ist es, kreativ zu sein, neue Ideen zu entwickeln, innovativ zu denken, immer. Aber wie macht man das, wenn es unbekannte Faktoren gibt oder das Problem zu komplex ist? Design Thinking, sagt man dann. Damit lassen sich Probleme zielgerichtet und schnell angehen - und lösen. Klingt gut? Wir haben mit dem Marketingexperten David Frühauf gesprochen, der mit „Sprint – der bessere Design Thinking Ansatz?“ sogar schon einen erweiterten Ansatz propagiert.
Design Thinking Workshop

Hi David, was ist Design Thinking überhaupt? Ein allgemeiner Denkansatz oder eine konkrete Methode?

Beides! Hinter Design Thinking stecken verschiedene Grundannahmen: u. a. nutzerzentriertes Denken, Kollaboration in einem interdisziplinären Team, visuelles Denken sowie ein stetiger Trial & Error-Prozess. All das kommt im Design Thinking zusammen. Die Idee stammt ursprünglich aus dem Umfeld der Softwareentwicklung, wird heute aber als universeller Problemlösungsansatz angesehen.

Was ist Sprint und worin unterscheidet es sich vom klassischen Design Thinking?

Design Thinking gibt Leitplanken für die methodische Arbeit vor, legt aber nicht genau fest, wie der Prozess konkret ausgestaltet wird. Anders beim Sprint: hier folgt man einer klar definierten Vorgehensweise, die innerhalb von fünf Tagen zu konkreten Lösungsansätzen führt. Das ist besonders für Menschen hilfreich, die noch nicht so oft mit Design Thinking gearbeitet haben.

Als gelernter Designer, kann man sowas nicht schon, also kreativ denken? Was unterscheidet die Theorie von der Praxis? Was macht Design Thinking so zielführend?

Berufskreative denken intuitiv kreativ. Meist können sie selbst gar nicht beschreiben, wie sie zu einer kreativen Lösung gelangt sind, denn diese Prozesse laufen implizit ab.

Design Thinking beschreibt hingegen einen expliziten Prozess, der für alle anwesenden nachvollziehbar sein muss. Daher arbeitet man hier häufig mit Visualisierungen, beispielsweise mit Post-its. Der Raum wird quasi zum Gruppenhirn und jeder im Team weiß, woran er gerade ist.

Was mache ich, wenn ich keine Testgruppe zur Hand habe? Kann man Sprint auch als Einzelunternehmer verwenden?

Im Design Thinking ist es immer schön, wenn man ein Gruppe zur Hand hat. Aber selbstverständlich lassen sich sowohl der Denkprozess des Sprints, als auch die meisten Tools auch alleine anwenden. Man kann die Werkzeuge sehr schön dazu nutzen, die eigenen Denkstrategien zu erweitern. Daher lohnt sich die Methode für jeden, der seinen kreativen Horizont erweitern möchte.

Vielen lieben Dank für das Interview! Und wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, dann meldet euch schnell zum Workshop von David an, es sind nur noch wenige Plätze frei.

 

David Frühauf

David arbeitet seit 2005 in der Marketingbranche und war zunächst als selbstständiger Grafikdesigner in Saarbrücken tätig. In den Folgejahren hat er sich dann mehr und mehr zum Marketingstrategen weiterentwickelt. Während seiner letzten Tätigkeit als Strategie- und Markenberater bei Schwarmstrategy in Düsseldorf betreute er namhafte Kunden wie Johnson & Johnson, Evonik Industries und Borussia Dortmund.

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